Dyskalkulie

Ein Schüler ohne sicheres Gespür für Zahlen und Rechenwege steht wie vor einer verschlossenen Tür. Ziel des Förder-Unterrichts ist es, diese Tür gemeinsam zu öffnen!

Die so genannte Rechenschwäche oder „Dyskalkulie“ gibt es in verschiedenen Erscheinungsformen. Die ersten Anzeichen können schon in der Grundschulzeit auftreten, zum Beispiel wenn die Zahlenräume über 100 durchgenommen werden – bei Jugendlichen evtl. auch erst in der weiterführenden Schule, wenn die Mathematik abstrakter wird und zum Beispiel die Bruchrechnung oder das Umformen von Termgleichungen nicht ausreichend gelingt. Immer öfter suchen auch Erwachsene Hilfe, um ein grundlegendes Mathematik-Verständnis für den privaten oder beruflichen Alltag zu erlangen.

Die allermeisten Teilnehmer haben nach einigen Monaten mit ihren Bemühungen Erfolg: die Welt der Zahlen ist prinzipiell für jeden Menschen zugänglich. Es kommt allerdings sehr darauf an, WIE die Annäherung an diese “Welt” erfolgt. Die Schulen scheitern in dieser Thematik. Die standardisierten Methoden des Gruppenunterrichts können den Betroffenen nicht helfen, einfach weil für sie eine maßgeschneiderte Vorgehensweise in einem angemessenen Tempo erforderlich ist. Das kann nur eine persönliche Einzelförderung leisten.

Spätestens im Erwachsenenalter führt das “Fremdeln” mit der Welt der Zahlen meist zu Belastungen der privaten und beruflichen Lebensführung. Viele Berufswege bleiben verschlossen, so lange die Thematik nicht gelöst ist. Eine möglichst frühe Förderung des Einzelnen ist daher dringend geboten – und es ist niemals zu spät.

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Wenn ein bestimmtes mathematisches Lernthema trotz Mühe nicht gelingen will, sollten Sie sich professionellen Rat holen – alle weiterführenden Lernthemen im Mathematik bauen auf dem bisherigen Fundament auf, deshalb muss dieses sicher erworben werden.

Was können Anzeichen für Dyskalkulie sein?

Es gibt Beobachtungen, die auch durch einen Laien als Hinweise auf das mögliche Vorliegen einer sogenannten Rechenschwäche ernst genommen werden sollten. Typische Beispiele:

  1. Angst vor der Schule
  2. Angst vor mathematischen Leistungsabfragen
  3. Scheinbar erfolgreiches Mathe-Lernen zu Hause, dennoch Misserfolg in der Schule
  4. Die Hausaufgaben in Mathematik brauchen sehr viel Zeit (im Vergleich zu Mitschülern)
  5. Die Hausaufgaben in Mathematik brauchen sehr viel Zeit (im Vergleich zu anderen Fächern)
  6. “Mathe-Vergesslichkeit”
  7. Unverständnis des Schülers für scheinbar “einfache” Aufgabenstellungen
  8. Falsche Rechenmethoden werden z.B. wie folgt begründet: “So macht der Lehrer das immer”
  9. Mit kleinen Zahlen kann gerechnet werden, mit Zahlen über 10 oder über 100 jedoch nicht
  10. Zahlendreher kommen öfter vor, z.B. 63 statt 36.
  11. Der Schüler versucht, fehlendes Verständnis durch Auswendiglernen von Tricks und “Rechen-Regeln” zu ersetzen
  12. Der Schüler möchte das Thema Mathematik verdrängen, nicht mehr darüber reden

Wenn Sie beobachten, dass der Schüler beim Rechnen als Hilfsmittel mit den Fingern zählt, obwohl das Kopfrechnen schon gekonnt werden sollte, dann akzeptieren Sie dieses Hilfsmittel zunächst. Es zu unterdrücken, kann Gefühle von Scham und Schwäche auslösen und wäre deshalb nicht zielführend in Richtung auf den gewünschten Lernerfolg. Um dieses Ziel zu erreichen, gilt der Grundsatz:

Holen Sie sich professionellen Rat, wenn einige der oben beschriebenen Beispiele Ihnen bekannt vorkommen oder es ähnliche Hinweise auf elementare Schwierigkeiten mit der Mathematik gibt.